Reisetagebuch Tag 2: Bootlefahr’n galore

Man vergißt mit der Zeit beinahe, was Ausschlafen für eine fantastische Sache sein kann. Nach insgesamt zwölf Stunden in den Kissen zwischen Freitag und Montag nun zwölf Stunden in einer Nacht und dabei auch noch durchgeschlafen und entspannt. Wahnsinn!

Die wohl meiste Zeit des Tages haben wir auf und an der Elbe verbracht. Selten genug habe ich die Chance mich als Touri aufzuführen, und da musste die Gelegenheit sofort beim Schopf gepackt werden. Ralf und Anna wurden zum Bootfahren verhaftet, durch den Hafen auf der Elbe und dann auch noch mit der Fähre wieder die Elbe hinab um den Strand zu begutachten.

Schön schön da, mit Blick auf Kräne und unendlich viele James Bond-artige Ladegefährte, die herumsausen und Container verbringen, aber eigentlich in den frühen Sechzigern da waren um in Agentenfilmen nach gruseligen Allmachterfüllunggefährten auszusehen, die dem Bösweicht mit einem Joystick dazu zur Verfüging standen die Welt zu beherrschen und die britischen Spione in Lebensgefahr zu bringen.

Es wurden tonnenweise Witze fabriziert, denn Ralf hatte zwei Mützen zu wenig Schlaf abbekommen und um die daraus normaler Weise resultierende Muffeligkeit nicht überhand gewinnen zu lassen wurde jene in einen Schalk im Nacken und einen Endloshaufen Sprüche verpackt.

Eine Frage blieb offen: warum hängt Vodafone eine derart dämlich anmutende Riesenwerbung für sicher unfassbar teueres Geld in den Hafen, die jedem, der vom Intellekt her gerade so eine Handy in der Hand halten kann schon auf den Sack gehen muss in den Elbhafen? Es war mir sogar zu doof ein Bild davon anzufertigen.

Seeluft und die Lauferei erzeugten schon wieder eine frühe Nachtruhe, gleich nach Dr. House. Aber so ist das eben mit den alten Leuten.

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