“Es geht nicht um die journalistische Integrität von Herrn Brender, wir beurteilen einen wichtigen Teil des führenden Managements innerhalb eines Fernsehsenders.”
Ich werde nicht oft politisch hier aber in dem Fall muss ich mal was loswerden..ich hatte es seit Sonntag gären lassen.
Man ist mir schlecht. Politik, genauer gesagt parteipolitische Interessenvertretung, kontrolliert also in einer Weise die Medien, wie man sie nur zum Kotzen finden kann. War da nicht mal die Idee, dass die Medien die Politik kontrollieren? Dass die privaten Sender die Wirtschaft als Spieler haben, der einflussreich das Geschehen angeht ist dem Kapitlismus nach klar. Dass sich die öffentlich-rechtlichen aber derart gängeln lassen müssen bleibt schlicht unbegreifbar. Ich bin gespannt, ob die zweifelnden Staatsrechtler, die die Konstellation des ZDF-Verwaltungsrates für fragwürdig halten eine hörbare Stimme bekommen im Rauschen des Polit-Gemauschel.
Der grosse Protagonist des Spektakels ist einmal mehr Roland Koch. PR soll hier über Journalismus siegen. Wenn es aber so ist, dass die Parteipolitik zu derartigem in der Lage ist, dann kann das nicht im Sinne der Politik als Disziplin und schon gleich gar nicht als anerkanntes Handeln in einer Demokratie akzeptiert werden.
Das ist unzweifelhaft Übertvorteilung und eine Art von Interessenvertretung, die in einer Politik nicht vorkommen darf, wenn sie als dem Volke dienend anerkannt werden soll. Es ist sogar so, dass man das ZDF als Institution tief zu beschädigen in der Lage ist, denn wenn in der Weise Personalpolitk betrieben wird, dann ist es nicht mehr nachvollziehbar inwieweit man bei der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt von unabhängigem Medienschaffen auszugehen ist. Koch wähnt sich in der Sache als Sieger und die Runde geht an ihn, ob aber nicht ein weit größerer Schadem demnach mitgeschieht wird ihm egal sein.
Noch mal für die Zunge, zum Zergehenlassen der Scheiße:
“Man habe unternehmerische Entscheidungen im Blick gehabt, nicht parteipolitische Mauscheleien.” (via spiegel.de)